Section: Reviews 43672Autor: Diggi
Datum: 18.09.2019
Bereich: Reviews

7 Jahre nach dem famosen Vortex Of Violence schlagen die Kult Thrasher zurück!

Condemned To Fail

REPENT

HORNELLA!

1-2-3-4! Humorlos wird auf der Snare angezählt und schon wird mit dem Opener 'Pride Of Creation' jedem gefühlsechten Thrasher warm um die Pumpe! REPENT gehören zur heimischen Ursuppe der zweiten Thrash Metal Welle.  Witchburner, Nocturnal, Desaster, Delirious, Final Breath.....mit REPENT sind das absolute Szene Originale, die die Fahne des ruppigen No Bullshit Thrash Metal immer hochgehalten haben.

"Condemned To Fail" hat verdammt lange auf sich warten lassen, aber diese 7 Jahre verzeiht man den Herren spätestens ab 'Progress Paradox'. Ähnlich organisch direkt produziert wie die letzte Darkness Scheibe, holzen REPENT hier direkt nur auf der Überholspur und wirken sowas von agil und frisch, das man sich fragt, was man ohne den perfekt zwischen historischer Teutonen Schule und Bay Area Stil austarierten Sound der Band gemacht hat? OK, die letzten Scheiben von Destruction und Hatriot waren schon ergiebiges Kraftfutter für Kutten Thrasher, aber das neue Teil der Bayern hier macht noch mehr Laune.

Starke Riffs, verdammt starke Riffs dominieren die Platte, dazu kommt die herrlich angepisste Bölke von Eumel. 'Theo-Crazy' ist zwar variabler und eine Tempi Wundertüte, ist aber auch der Beweis dafür, wie erfrischend diese ehrliche, rabiate Spielweise des Thrash Metal sein kann, wenn Sie mit soviel Chuzpe interpretiert wird wie von den Herren hier! 'Hypocrite´s Tears' schlägt in eine ähnlich verspielte Kerbe, das steht dem Album aber verdammt gut, denn der generelle Härtepegel ist schon verdammt hoch, da läuft man schnell Gefahr eine eindimensionale Nagelei abzuliefern. 

'Empires Of Evil' beginnt mit Sweat Leaf Gedächtnis Hüsterchen, ist aber alles andere als eine Kiffer Hymne, denn hier tanzt die Zahnfee wieder höchstselbst im Pit. Was für ein mit Widerhaken Riffs gespikter Brecher! Das Album befasst sich mit der Gattung Mensch, der sich selbst ja als Krönung der Schhöpfung ansieht, die Konsequenzen sind leider irreperabel. Klassischer Thrash Metal Stoff also, das passt wie der Stiefel in die Visage in der ersten Reihe. Kein Wunder, das diese unbarmherzige Thrash Scheibe mit dem fatalistischen 'The Worst Is Yet To Come' schließt.

"Condemned To Fail" ist jetzt schon eines der 5 stärksten Thrash Metal Scheiben des Jahres 2019!

9 Points. Erschienen über High Roller Records  



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