Section: Reviews 43736Autor: Diggi
Datum: 28.09.2019
Bereich: Reviews

Schwertfeger aus Portugal!

Cursed And Punished

TOXIKULL

HORNELLA!

Als wenn Solingen, Hamburg, Koblenz und L.A. eine Städtepartnerschaft in Sachen Schwermetall gegründet hätten, so frech und unverbraucht schleudern die Portugiesen von TOXIKULL ihre 10 Songs in die Runde. Bei 'Helluminate' oder 'Killer Night' wird in Nanosekunden klar: TOXIKULL sind die besseren Enforcer des Jahres 2019!  Und es wird noch besser, denn auf "Cursed And Punished" stehen teutonische Edelstahl Güte neben Moselbanger Schnodderigkeit und der hohen Hamburger Melodielehre gleichberechtigt nebeneinander. Dazu gesellt sich immer mal wieder ein adulter LA Metal Gruß dazu.

Ihr merkt schnell, TOXIKULL bedienen hier meisterlich gleich mehrere Baustellen, an denen schon länger diverse hochgepushte Spielmannszüge scheitern. Geshredder gibt es bei 'Rising Dust' dann auch noch Gratis obendrauf. Geht es hier überhaupt auch mal downhill in Sachen Verve und Hingabe zum Heavy Metal? Nein, zu keiner Sekunde lassen TOXIKULL nach und liefern hier wahrscheinlich DIE Überraschung des Jahres ab! Gerade bei diesem Song gehen dann auch noch Priest und WASP eine Ehe auf Zeit ein, der Kuttenbanger ist hier endgültig im Eskalationsmodus. Um auf Enforcer zurückzukommen: Das was die Schweden mit ihrem total überkandidelten Karrierezenit nicht hinbekommen haben, das scheint TOXIKULL im vorbeigehen zu gelingen: Ein modernes Soundgewand, zeitgemäßer Mix, aber authentischer Leder und Nieten Hintergrund! Alte Schule trifft Neue Schule und lässt es ordentlich krachen. So muss traditioneller Metal, wenn Er sich dem Zeitgeist nicht komplett verschließen will. Die total geilen High-pitched Vokills zu Beginn des Speedster 'Dark Glory' lassen dann jeden Patronengurt zu einem prima Wurfgeschoss werden....

TOXIKULL sind sowas von Irre, das Sie zum Ende von "Cursed And Punished" den Härtegrad sogar noch ein wenig nach oben drehen und mit 'Speed Blood Metal' einen fiktiven Noise Records Smasher irgendwo zwischen 1987 und 1989 einhämmern. Das Teil lässt jeden frei drehen, der das Metaller Herz an der richtigen Stelle hat! Ist mit 'In The Name Of Evil' wirklich schon Sense? Ja, leider! Der Rausschmeisser hat etwas vom mächtigen Todesking der Schweden von Portrait, wird allerdings mit einem total überdrehten Refrain gesegnet.

Fuckemos, Dudettes und Dudes, mich kann die Welt heute da wo die Sonne nicht scheint, ich starte wieder mit dem Titeltrack, baue den Wandschrank wieder zusammen um ihn gleich wieder zu Klump zu Pogen. Danach gebe ich mir direkt noch die 'Sacrd Whip'....

Los, kauft euch diese Scheibe, die mit Sicherheit nicht jeder kennen wird. Eine Schande! Ihr könnt es ändern!

Gibt es einen Hit auf einem Album voller Volltreffer? Jawohl: 'Killer Night' wird jede Metaller Zappelbude auf links drehen.

9 Points. Erschienen über Metal On Metal Records. 



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