Section: Reviews 44162Autor: Diggi
Datum: 12.12.2019
Bereich: Reviews

Großartiges Album....

Renaissance Noire

SPOIL ENGINE

HORNELLA!

Das Niederländisch-Belgische Modern Metal  Kommando SPOIL ENGINE beweist mit „Renaissance Noire“ das Sie zu den wenigen, wirklich zwingenden Bands mit einer wirklich ausdrucksstarken Sängerin gehören. Der Vorgänger „Stormsleeper“ aus 2017 kam bei uns schon gut weg, der aktuelle Langdreher steht dem in Nichts nach und startet mit der Adrenalin Bombe ‚R!ot‘ verdammt schnittig durch. Wieder beweisen SPOIL ENGINE: Die echten Pit Walzen brauchen simple, aber mächtige Refrains! Mit dem giftigen ‚Medicine‘ wird der Härtegrad sogar noch angezogen und Chanteuse Iris Goessens brilliert mit einer brachialen Bölke – hier kann man nicht mehr viel novellieren – dafür aber auch wieder mit einem wirklich bockstarken Refrain. Das sind echte Hooks, echt fiese Ohrwürmer direkt zu Beginn.

Mit ‚The Hallow‘ legen SPOIL ENGINE eine weitere Stärke frei: Die Band hat authentische Hardcore Wurzeln. Das hilft, wenn man mal wirklich sportlich Breaks setzen will. Und wieder: Der Chorus ist sowas von großartig, unglaublich. …. Das „Noire“ im Titel könnte sich auf dystopisch dunkle Brecher wie z.B. ‚Golden Cage ‘ beziehen, die der Band eine weitere Nuance verleihen, eben noch filigraner den Umgang mit der Brechstange oder eben dem  Florett zu praktizieren.  Der Song ist fast schon als epischer Metalcore Brocken zu kategorisieren. So macht dieses bis an seine Grenzen ausgeblutete Genre wieder Spaß!  Mit Anlauf in die Fresse? Klar geht auch, ‚Venom‘, oder ganz besonders das von seiner ausgegklügelten Laut/Leise Dynamik lebenden ‚Frostbite‘ hinterlässt viel Arbeit für jeden Zahnarzt. Regelrecht herausfordernd drauflos „thrasht“ dann ‚Warzone‘ durch die Boxen. Überhaupt: „Renaissance Noir“ ist angenehm gefühlsecht produziert. Nicht diese dumpfen Djent Drums, die dann einfach drüber modelliert werden. Auch die Gitarren haben eher modernen Thrash Crunch in den Saiten, das gefällt! Gibt es hinten raus etwa so etwas wie ein Nachlassen? Nein, ganz im Gegenteil Nummern wie ‚ The Void‘ können sogar die Dopamin Ausschüttung noch auf die Spitze treiben.  Der kantende Stampfer  ‚ Storms Of Tragedy‘ beschließt ein Juwel des modernen Extreme Metal. SPOIL ENGINE gehört mit dieser Vehemenz und Aura die Zukunft. Jinjer beware!

8 Points. Erschienen über Arising Empire.



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de