Section: Reviews 44163Autor: Diggi
Datum: 13.12.2019
Bereich: Reviews

....und bevor das Jahr total im Konsum Overkill untergeht...

Monolith

VERHEERER

HORNELLA!

Die Nordlichter sind verdamm fleißig, denn nach dem grandiosen „Maltrér“ Langdreher aus 2018 folgt ein Jahr später mit „Monolith“ ein etwas basischer, erdigerer Nachfolger. Aber was fabuliere ich hier herum? Vom Artwork über die toll lebendige Produktion bis hin zu des Pudels Kern; Den Songs an sich haben VERHEERER wieder mal eine erstklassige Black Metal Scheibe produziert. Das Intro baut sich als beschwörendes Instrumental wie ein Tiefdruckgebiet auf, ehe dann das Titelstück herrlich offen und ehrlich erstmal die Fronten klärt. Repetitive Gitarren, regelrecht schnoddrig-knurriger Vortrag, dazu eine perfekt austarierte Melodieführung, starke Tempiwechsel, ganz viel Atmosphäre….. ‚He Who Sowed The Poisoned Seeds‘ geht gleich mehrere Schritte weiter und hat einen dezenten Bölzer Touch… Wollen das VERHEERER hören? Im Endeffekt sagt das nur etwas über die unglaublich intensive Atmosphäre aus, die dieser 7 Minüter verströmt! Mein persönliches Hochlicht ist das lyrisch wunderbar ausgearbeitete ‚The Fatalist‘. Was für eine Abrechnung, was für ein Manifest der Ablehnung! Überhaupt: VERHEERER machen keine Mördergrube aus ihren Texten, das ist äußerst selten, das bei dieser zwar melodisch geprägten, aber doch rauhen Interpretation des Black Metal der Sänger so gut zu verstehen ist.  So hat der Vortrag in Gänze einen sehr narrativen Grundcharakter. Das unruhige, rastlose Momentun bei diesem Stück lässt den Hörer jedenfalls nicht mehr los. Dem gegenüber steht der ‚The Escapist‘ mit einer latent chaotisch Death Metallischen Ausrichtung, auch hier muss man konstatieren: Was hier in Verbindung mit dem bockstarken intensivem Gesang, den turmhohen Schichten an Gitarrenmotiven und dem erstklassigen Drumming passiert, das passiert sehr fordernd und hat Langzeitwirkung.  Auch die nächsten beiden Stücke sind ein absoluter Hochgenuss und vereinen Furor mit schwarzer Eleganz, eingebettet in ein kraftvolles, aber kantiges Soundbild. Absoluter Klimax: Der 10 Minüter ‚Theios Aner Irrisio‘. Das Album ist schon länger auf dem Markt, mein Pflicht ist es aber, euch solche Juwelen trotzdem zu empfehlen!

9 Points.Erschienen über Vendetta Records



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