Section: Reviews 44203Autor: Diggi
Datum: 17.12.2019
Bereich: Reviews

..das hier sind Helden von Morgen!

Delirium

GHOST SHIP OCTAVIUS

HORNELLA!

Als Anfang Oktober Psychotic Waltz in der Matrix zu Bochum aufspielten, konnte ich im Vorfeld nicht ahnen, das ich eine DER musikalischen Entdeckungen des Jahres machen würde. Als GHOST SHIP OCTAVIUS mit ausgefallenem Corpsepaint die Bühne enterten und mit dem formidablen Opener 'Turned To Ice' loslegten, war ich mir sicher: Diese Band hier bleibt entweder ein gut gehütetes Geheimnis in der Geheimtip Ecke der metallischen Palmblattbibliothek, oder die Ex Mucker von God Forbid, Nevermore und Ashes Of Ares werden in den nächsten Jahren die Fangenerationen von Nevermore, Threshold, Psychotic Waltz, Witherfell und Co Kg im Sturm erobern...

Keine Ahnung aus welchem Füllhorn überirdischer Kreativitä die Amerikaner sich hier bedienen, aber nahezu jeder Refrain trifft sofort ins Herz und Hirn. Neben den technischen Skills der Herren Van Williams am Schlagzeug, oder Matt Wicklund an der Gitarre ist das wohl allergrößte Pfund, welches GHOST SHIP OVTAVIUS in den Ring werfen ihr Sänger und Bassist: Adon Fanion hat ein Timbre, eine Intonation, ein blindes Verständnis jedes Stück mit Gesangsarrangemens zu veredeln, die partiell schon unwirklich erscheinen.

'Ocean Of Memories' addiert zur eh schon vorhandenen atmosphärischen Tiefe der Songs noch eine perfekt austarierte Menge an Dramatik, Erhabenheit. 'Saturnine' begeistert mit Blast Beat und verschachteltem Riffing: Überhaupt: Da progressive Moment auf "Delirium" findet nicht immer in Griffakrobatik oder polyrhythmischen Schlagzeugfiguren statt; Es ist die Summer aller Teile und da ähneln sich GHOST SHIP OCTAVIUS sehr mit Psychotic Waltz. Das Gefühl, der Moment steht im Vordergrund.  Meisterlich zelebriert beim Par Force Ritt 'Chosen'... Was für ein zutiefst aufwühlendes Stück!

Die Band versteht es die klassischen Motive der großen Rock und Prog Rock Bands in das Hier und Jetzt zu transferieren und ich sehe hier kaum Konkurrenz. Die omnipräsente, düstere Atmosphäre des Albums nimmt gefangen und fesselt mit jeder Note! Weiter Juwele auf diesem Album sind 'Far Below' und natürlich das bedächtig agierende Schlussdoppel 'Bleeding On The Horns' und 'Burn This Ladder'. 

Hier gilt es Ausnahmemusiker zu unterstützen, die wirklich Ästhetik und Anspruch in Noten gießen. Jetzt seid ihr gefragt!

"Delirium" ist ein in sich perfekt arrangiertes, manchmal verträumt spleeniges Prog Metal Kunstwerk Vice Versa: Futter für das Hirn und das Herz, für jeden der es zu schätzen weiss!

10 Points. Erschienen über Mighty Music.

Hello Matt! Finally, we got it done, after a "difficult start". I´m still deeply touched by your album! 



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