Section: Reviews 44334Autor: Diggi
Datum: 21.01.2020
Bereich: Reviews

..neues aus der Schmuddelecke...

Rebirth By Blasphemy

MIDNIGHT

 

 

HORNELLA!

Athenar, der Mann hinter MIDNIGHT beschreibt „Rebirth By Blasphemy“ als eine Art Wiedergeburt. Nicht nur das der prominenteste Kapuzenträger des Undergrounds nun beim neuen Label Metal Blade über ganz andere Möglichkeiten verfügt, auch die neuen Songs wirken frischer, nicht mehr so introvertiert wie zuletzt auf dem 2017er Langdreher „Sweet Death And Ecstasy“. Allerdings bin ich mir rückblickend immer noch nicht sicher ob ich seinerzeit den dritten Schlag von MIDNIGHT zu wohlwollen gepunktet habe, wohl vor dem Hintergrund leichter Abnutzungserscheinungen resultierend aus drölfzig Singles, Samplerbeiträgen, Compilations und EP´s…..

‚Fucking Speed And Darkness‘ jedenfalls atmet wieder den Geist des Jahrhundert Debüts, ‚Rebirth By Blasphemy‘ ist der angeschnodderte Venom Stampfer und ‚Escape The Grave‘ ist der gutgelaunte Horor Punk Ritt auf dem müffelnden Ghoul.  Ein Einstieg nach Maß also für MIDNIGHT, die Hooks machen ihren Job, die Ruppigkeit und der Asselfaktor stehen einer aufgeräumten und voluminösen, aber zum Glück nicht aufgeblasen wirkenden Produktion entgegen. Klug austariert, möchte man dem Herrn Jamie Walters zu rufen! ‚Devils Excrement‘ zieht dann in Sachen „Ui…Ui…Ui…“ Potential sogar noch an. ‚Rising Scum‘ scheint der neue Fistraiser der Band zu werden, die Melange aus Warhead und Manitou Flair auf der Venom Seite und War Machine auf der Kiss Seite wird einmal durch den Schmuddel Filter gezogen und fertig ist ein basischer Höhlenmensch Banger.

Irgendwie schwingt bei „Rebirth By Blasphemy“ aber auch eine diffuse Slaughter, Warfare und Razor Aura mit, denn so einen fast schon beschwingten Speed Metaller wie ‚Warning From The Reaper‘ habe ich so noch nie von MIDNIGHT vernommen. Darauf folgt dann eher gewohnte Genre Stangenware, nicht schlecht, aber auch nicht bahnbrechend. Der Rausschmeißer ‚ You Can Drag Me Through Fire‘ ist dann der Gamechanger, denn der wahnsinnig geile Maiden Beginn  zu Paul Di Anno Zeiten ist wirklich unglaublich geil, was dann folgt ist vielleicht einer der besten angeschwärzten klassischen Metal Songs des Jahres.

Athenar ist wohl einer der intelligentesten und auch sympathischsten Protagonisten der Underground Szene, wird aber wohl mit der Bürde – übrigens wie seine eigenen musikalischen Helden wohl auch – leben müssen, das die ersten beiden Alben das absolute Evangelium waren. Das macht Album Nummer Vier aber sicherlich nicht zu einem durchschnittlichen Langdreher!

8 Points. Erscheint am 24.01.2020 via Metal Blade

 



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