Section: Reviews 44337Autor: Diggi
Datum: 28.01.2020
Bereich: Reviews

..illustres Aufeinandertreffen....

Obliterate The Weak

BERZERKER LEGION


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berzerker legion - obliterate the weak

 

HORNELLA!

Das hier Mucker von Dark Funeral, Wombbath, Vader, Asphyx und Hypocrisy beteiligt sind, evoziert sofort dieses nervige "Eintagsfliegen" Stigmata... Selten hat eine übergreifende Zusammenarbeit von so vielen Extreme Metallern bestand gehabt. Aber: "Obliterate The Weak" ist vielleicht gerade deshalb ein unheimlich trotzig klingendes Band Album geworden.

Die Vokills des Wombbath Frontgrunzers bewegen sich hier zwischen God Dethroned Henri und Amon Amarth Johan, auch musikalisch lässt man sich Zeit Wirkung zu erzielen. Ein Instrumental in Form von 'Rise Of The Berzerkers' leitet das epochale 'A World In Despair' ein und man kann es fast schon als zu einfach finden: Der treibende Midtempo Ritt, die hymnischen Riffs, all das klingt schon schwer nach den Hauptbands der Protagonisten, wenn man hier die unbarmherzige, aber hoch melodische Black Meta Hatz von Dark Funeral aussen vor lässt.

'I Am The Legion' lässt sogar dezente Keyboard Unterstützung zu, das Tempo wird ein wenig gedrosselt, das klingt schon sehr stark nach Hypocrisy, wohingegen 'Of Blood And Ash' im Stechschritt über das Schlachtenfeld marschiert, dominiert von flirrenden Leads. Überhaupt ist die Gitarrenarbeit von Tomas Elofsson und Alwin Zuur auf dem ganzen Langeisen richtig gut! 

Das Titelstück erinnert an die langsamereren Groove Walzen von Bloodbath, auch Hail Of Bullets kommen dem Hörer in den Sinn. Das Teil ist jedefalls so simpel wie gut, Live ein Garant für eine wild bangende Meute!

Mit 'The Falling Dawn' versuchen BERZERKER LEGION diesen Modus Operandi zu wiederholen und treten direkt in die Beliebigkeitsfalle. Mit dem seh "englisch" klingenden 'The Fall All Of Masters' laufen die Herren aber wieder zu Normalform auf, auch wenn die Nummer noch schleppender, martialischer daher kommt. Zeit das Tempo anzuziehen?

Dachten sichauch BERZERKER LEGION und hauen mit 'Upon The Throne OF Mortem' einen Rotorbanger raus, der absolut nicht enttäuscht. Coole Bridge auch! Die Band besteht auch den doomigen Doublebass Orkan 'A Lurking Evil' mit Bravour. Eigentlich wird das Album mit dem flotten Death Metaller 'In The Name Of The Father' beendet. Als Bonustrack dürfen sich einige dann noch an 'Death Euphoria' erfreuen, welches vom Beginn her  tatsächlich 1:1 wie das seelige Criminally Insane einer kürzlich in die Rente gegangenen Thrash Metal Band tönt.

"Obliterate The Weak" wird sicherlich kein Klassiker des Genre werden, aber die Scheibe hat zu viele starke Momente, als das man Sie zu den anderen grauen Mäusen stellen sollte, die gibt es in der Tat in Legion.

7 Points. Erscheint am 31.01.2020 via Listenable Records.



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