Section: Reviews 44402Autor: Diggi
Datum: 12.02.2020
Bereich: Reviews

...Henri Sattler tut es wieder....

Illuminati

GOD DETHRONED

HORNELLA!

Die teilweise überspielte Verwunderung darüber, das "Illuminati" einen Blick zurück in der eigenem Diskographie gleich kommt, ist schon niedlich.Anscheinend ist die Aufmerksamkeitsspanne und das Langzeitgedächtnis bei einigen Kollegen bewusst offline. Bereits mit "Into The Lungs Of Hell" und natürlich "The Toxic Touch" hat Mastermind Herni Sattler das Biest GOD DETHRONED domestiziert. Mehr Melodie, weniger Blast, ohne an Giftigkeit zu sparen.

Nach 3 Alben die sich alle mit dem ersten Weltkrieg beschäftigt haben und mit einer schwarzen,  manisch-rasenden stilistischen Ausrichtung versehen,  ist es nun an der Zeit mit Album Nummero 11 GOD DETHRONED musikalisch einer erneuten Novellierung zu unterziehen. Ja, 'Gabriel' braucht die typisch Endneunziger Keyboards für das dramatische Momentum. Hier agieren Die Herren ähnlich wie auf dem grandiosen "Bloody Blasphemie' Album. Fast schon aristokratisch anmutenden Melodiebögen werden mit der typischen Galligkeit der Band verwoben.Ein Gruß an das Epos 'Soul Capture 1562' aus 1999! Auch der Opener  und Titeltrack beginnt schreitend, ohne Intro. Auch hier wird Wert auf das erzeugen einer dramatischen Atmosphäre gelegt ,ehe das Stück für einen Opener eher ungewöhnlich bei GOD DETHRONED sehr verschachtelt und im Midtempo mit flotten Ausbrüchen den Wegweiser gibt, ehe das Stück dann doch noch in ein speediges Death Metal Stück kippt.

'Broken Halo' verfolgt diese Linie weiter und lässt den Hörer an den ein oder anderen epochalen Behemoth Part denken, ohne allerdings deren partiell vorhandenen Größenwahn ertragen zu müssen. Und dann? Klarer Fall von Stinkefinger! Plötzlich schüttelt sich der Death Metal Dämon aus den Niederlanden und blastet ohne Gnade drauf los.'Book Of Lies' steht dann wieder für die neu entdeckten, epische Art und Weise. Schöne Leads, ansonsten bleibt das Stück aber noch hinter den anderen zurück. Ein Grower.  Der Hit der Scheibe ist definitiv 'Spirit Of Beelzebub'. Klassisch manischer GOD DETHRONDED Stoff mit viel Melodie und sogar geglücktem Klar Gesang. 'Satan Spawn' bedient sogar die Gelüste derer, die "The Grand Grimoire" aus 1997 in ihr Herz geschlossen  haben ( gute Entscheidung! d.Verf.) 

"Illuminati" ist wieder einmal ein mächtiges, kompositorisch sackstarkes Album der Niederländer, die mit 'Blood Moon Eclipse' in Sachen Songaufbau dann doch auch den späten 90er Jahre Black Metal grüssen und den Duktus dieses unheimlich diversen, aber nie zerissen wirkenden Albums perfekt auf den Punkt bringen.

Henri Sattler kann einfach keine halbgare Kost veröffentlichen. In einer gerechten Welt würden GOD DETHRONED regelmäßig die Festivals auf den ersten 4 Slot Plätzen erobern. So bleibt nur die Pflicht, eine der wichtigsten und prägendsten Death Metal Bands auf der anstehenden Hallen Tour zu begrüßen!

9 Points. Erschienen über Metal Blade Records.



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