Section: Reviews 45422Autor: Diggi
Datum: 18.10.2020
Bereich: Reviews

Steinzeit Heavy Rock trifft auf Mammut Doom Metal.....

Run With The Raven

RAVEN BLACK NIGHT

HORNELLA!

Nach dem anscheinend wenig fruchtbaren Flirt mit Metal Blade Records und dem daraus resultierenden Debüt "Barbarian Winter" aus 2013 melden sich nun die partiell schwergewichtigen RAVEN BLACK NIGHT mit einem neuen Album zurück. Die Petkoff Brüder machen es dem Hörer konventioneller Heavy Klänge allerdings von Beginn an schwer, was die Kapelle für mich sehr sympathisch macht. Besonders der exaltierte Gesang von Jim Petkoff polarisiert. Zwar mit hektoliterweise Herzblut dargeboten, aber auch ziemlich schräg quengelt sich der selbsternannte White Knight durch die eh schon sehr schroffen und kratzbürstigen Stücke, 'Water Well' und 'Castle Walls (Tears Of Leonidas)' gehen noch als Proto Doom Metal mit kantiger Heavy Rock Schlagseite durch, irgendwo zwischen Pentagram,Count Raven. Das folgende 'Searching Your Love' fordert dem Hörer dann allerdings sehr viel ab, was eher eindimensionale Gesangslinien angeht.

'Visions' ist ein flotter Doomster, der sogar als der schlüssigste Song auf dem Album durchgeht, auch wenn man hier auch oft den Eindruck hat, das RAVEN BLACK NIGHT hier durchgehend First Takes aus dem Proberaum mitgeschnitten haben. Gerne dürfen hier auch mal absolute Rumpel Liebhaber und Kautz Metal Professoren reinhören. Manilla Road schwingt auf "Run With The Black Raven" jedenfalls zu jeder Sekunde mit.

Auch 'Her Sword OF Tears' hat Charme, aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, das hier die Instrumental Fraktion und der Gesang gewaltig nebenher agieren. Wenn eine Nummer 'Fire And Steel' getauft wird, dann will ich Lava und Vernichtung hören. Kommt dann auch zu Beginn, zwar noch mehr auf Anti und Garage, aber irgendwie macht der zickige Riffer Laune.

RAVEN BLACK NIGHT werden mit ihrem urwüchsigen, teilweise sogar ungelenk wirkenden Höhlen Heavy Doom sicherlich ihre Freunde finden, mir geht auf Albumdistanz allerdings der Gesang zu sehr auf das Nervenkostüm und auch die Stücke, die man gerne nochmal hören möchte, sind eher rar gesät.

5 Points. Erscheint am 30.10.2020 via SAOL



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